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AHV-Überbrückungsrente

Temporäre, durch den Versicherten zu finanzierende Rente, die von der Previs zwischen dem Rücktrittsalter und dem Einsetzen der AHV-Rente gewährt wird.

Altersguthaben / Alterskapital

Im Beitragsprimat ist dies die Summe der angesammelten Altersgutschriften inkl. Freizügigkeitsleistungen und Zinsen. Das Altersguthaben entspricht dem Sparkapital bei Erreichen des Rücktrittsalters.

Altersgutschriften (Beitragsprimat)

Die Altersgutschriften sind jener Teil des Beitragsaufwandes, welcher angespart wird. Die Höhe der Altersgutschriften (Sparbeiträge) ist alters- und sparplanabhängig und wird in Prozenten des versicherten Verdienstes ausgedrückt.

Anlagepolitik

Ausrichtung eines Vermögens nach den Erfordernissen der Sicherheit, Risikoverteilung, Werterhaltung, Gewinnerzielung und Rendite gestützt auf die Risikofähigkeit und Risikobereitschaft des Anlegers. In der Anlagepolitik zu berücksichtigen sind die versicherungstechnischen und strukturellen Grundlagen, die Zielsetzungen und die Strategie der Kasse aber auch die Bedürfnisse der Kunden und Versicherten.

Anlagerestriktionen / Anlagerichtlinien

Beschränkung des maximal zulässigen Investitionsanteils in eine Anlage bzw. Anlagekategorie oder die Einschränkung der zulässigen Anlageinstrumente, um ein bestimmtes Vermögen zu verwalten. Die Anlagerestriktionen können sowohl die Art und Qualität der einzelnen Anlageinstrumente betreffen als auch den Anteil, der in gewisse Anlageinstrumente investiert werden darf. Die wichtigsten Anlagerestriktionen sind die gesetzlichen Bestimmungen gemäss BVV 2 Art. 54 ff. sowie die im Anlagereglement enthaltenen Vorschriften.

Anlagereglement

Anlagestiftung

Der Zweck einer Anlagestiftung ist es, Vermögen von mehreren Vorsorgeeinrichtungen sicher und gewinnbringend im Rahmen der gesetzlichen Anlagerichtlinien zu verwalten.

Anwartschaft

Anspruch / Aussicht auf Vorsorgeleistungen (z.B. eine Rente).

Arbeitgeber

Institutionen und Unternehmungen, mit denen die Previs einen Anschlussvertrag abgeschlossen hat.

Arbeitsunfähigkeit

Nach der Rechtsprechung bedeutet Arbeitsunfähigkeit die gesundheitsbedingte Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Tätigkeitsbereich zumutbare Arbeit zu leisten.

ASIP (Schweizerischer Pensionskassenverband)

Dem ASIP liegt die Weiterentwicklung der beruflichen Vorsorge am Herzen. Er berücksichtigt dabei die wirtschaftlichen Veränderungen und die Veränderungen der Kapitalmärkte. Der Pensionskassenverband erkennt dabei frühzeitig die Herausforderungen und leitet die notwendigen Reformen im Interesse der längerfristigen Stabilität der beruflichen Vorsorge aktiv ein.

Asset Allocation

Gliederung eines Portfolios nach den verschiedenen Anlagearten wie z. Bsp. Liquidität, Aktien, Obligationen, Alternative Anlagen, Immobilien. Zusätzliche Aufteilungen nach geographischen und währungsmässigen Kriterien sind möglich.

Aufsichtsbehörden

Aufsichtsbehörden wachen darüber, dass eine Vorsorgeeinrichtung die gesetzlichen Vorschriften einhält. Die Previs untersteht der Aufsicht der Bernischen BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA). Ferner verfügen einzelne oder mehrere Kantone zusammen über eine Aufsichtsbehörde; diese kann Weisungen erlassen, insbesondere betreffend der Vermögensverwaltung. Sie ist auch befugt, Klagen von Destinatären entgegenzunehmen, wenn die Organe der Vorsorgeeinrichtung willkürlich handeln. Die Oberaufsichtsbehörde (OAK BV) hat wiederum die Aufsicht über die kantonalen Aufsichtsbehörden.

Auskunftspflicht

Pflicht des Versicherten, der Kasse alle Auskünfte zu erteilen, die für die korrekte Anwendung des Reglements erforderlich sind, wie Familienverhältnisse, gesetzliche oder vom Versicherten freiwillig übernommene Unterhaltspflichten, Gesundheitszustand, Bereitschaft, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen, usw..

Austrittsleistung

Versicherte, welche eine Pensionskasse verlassen, bevor ein Vorsorgefall eintritt, haben Anspruch auf eine Austrittsleistung (Freizügigkeitsleistung). Die Höhe der Austrittsleistung ist im Reglement der Vorsorgeeinrichtung festgelegt. Die Austrittsleistungen anderer Vorsorgeeinrichtungen sowie Guthaben auf Freizügigkeitskonten und Freizügigkeitspolicen müssen in die Previs eingebracht werden (Art. 3 FZG).

Barwert

Der auf einen bestimmten Zeitpunkt berechnete Wert künftiger Leistungen oder Beiträge.

BBSA

Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht - im Kanton Bern hat die BBSA die Aufsicht über Vorsorgeeinrichtungen.

Beitragspflicht

Verpflichtung, die vom Reglement vorgesehenen Beiträge zu leisten. In der Regel wird unter Beitrag ein wiederkehrender Betrag verstanden.

Beitragsprimat

Pensionskassensystem, bei welchem die Altersleistungen direkt anhand der einbezahlten Sparbeiträge, Freizügigkeitsleistungen sowie deren Zinsen berechnet werden. Die Risikoleistungen werden auf die gleiche Weise berechnet wie im Leistungsprimat.

Beiträge

siehe «ordentliche Beiträge» resp. «Nachzahlungsbeiträge»

Benchmark

Vergleichsgrösse, um das Risiko und den Anlageerfolg zu messen. Vielfach wird ein offiziell erhältlicher Index als Benchmark vereinbart. Auch ein einzelner Marktindex oder mehrere Marktindices in Kombination (synthetischer Benchmark) können zur Messung des Anlageerfolgs einer bestimmten Anlagekategorie als Benchmark dienen.

Beschäftigungsgrad

Anstellungsverhältnis in Prozent ausgedrückt.

Besitzstandgarantie nach BVG

Garantie der erworbenen Rechte. Das BVG greift nicht in die Rechte der Versicherten ein, die sie vor seinem Inkrafttreten erworben haben.

BFS

Bundesamt für Statistik - dieses ist u.A. für die Pensionskassenstatistik verantwortlich.

BSV

Bundesamt für Sozialversicherung.

BVG

Bundesgesetz vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge.

BVV 2

Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 18. April 1984.

Deckungsgrad

Verhältnis zwischen dem vorhandenen Vermögen und dem für die Finanzierung der Leistungen benötigten Deckungskapital.

Deckungsgrad (Versicherungstechnischer Deckungsgrad)

Zur Berechnung des versicherungstechnischen Deckungsgrad wird dasselbe Verfahren verwendet wie zur Berechnung des ökonomischen Deckungsgrades, mit der Ausnahme, dass die Wertschwankungsrückstellungen für Anlagerisiken zusätzlich zu den Vorsorgeverpflichtungen einbezogen werden. Ferner werden die Rentenverpflichtungen meist mit einem technischen Zinssatz gerechnet, der über den Annahmen der Ökonomen liegt. Der versicherungstechnische Deckungsgrad ist demnach meist höher als der ökonomische Deckungsgrad.

Deckungsgrad (Ökonomischer Deckungsgrad)

Der ökonomische Deckungsgrad ist das Verhältnis zwischen dem für die Deckung der versicherungstechnischen Verpflichtungen zur Verfügung stehenden Nettovermögen zu Marktwerten (definiert als Aktivsumme abzüglich Fremdkapital) und den Vorsorgeverpflichtungen der Pensionskasse. Der ökonomische Deckungsgrad wird von einigen Experten als massgebend für die Risikofähigkeit angesehen.

Deckungskapital

Das zur Finanzierung der Leistungen benötigte Kapital.

Destinatäre

Begriff für männliche und weibliche aktiv Versicherte sowie Leistungsbeziehende Rentner der Previs.

Diversifikation

Verteilung der Anlagesumme auf mehrere Anlageobjekte (verschiedene Anlagekategorien, Anlageinstrumente, Länder, Währungen, Branchen, Fristigkeiten, etc. sowie auf verschiedene Einzeltitel bzw. Gesellschaften oder Schuldner). Innerhalb eines Aktienmarktes führt die Diversifikation dazu, dass man titelspezifische Risiken verringert und bei genügend breiter Diversifikation schliesslich nur noch das systematische Risiko (Marktrisiko) trägt.

Duoprimat

Werden die Altersleistungen der aktiven Versicherten nach dem Beitragsprimat, die Risikoleistungen Tod und Invalidität nach dem Leistungsprimat berechnet, so spricht man von einem Duoprimat.

Duration

Mit der Duration wird die durchschnittliche Zinsbindungsdauer einer Anleihe (Obligation) in Verbindung mit der Zinselastizität des Marktes gemessen (Zinsänderungsrisiko).

Einkauf von Versicherungsjahren

Ein Einkauf ermöglicht es der versicherten Person allfällige Versicherungslücken einzukaufen. Der Einkauf von Versicherungszeit (maximal bis auf das 25. Altersjahr zurück) ist freiwillig und jederzeit möglich bis zum Eintreten eines Vorsorgefalles.

Eintrittsschwelle

3/4 der maximalen AHV-Altersrente: CHF 21'150.– (Stand: 2016)

Ertragswert

Wert einer Kapitalanlage, der sich durch die Kapitalisierung zukünftiger Erträge unter Verwendung eines bestimmten risikoadjustierten Kapitalisierungszinsfusses errechnen lässt. Von besonderer Bedeutung ist der Ertragswert in der Liegenschaftsbewertung.

Erwerbsunfähigkeit

Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn eine Person aufgrund einer medizinisch objektiv feststellbaren Krankheit oder infolge eines Unfalls oder eines Gebrechens ihren Beruf oder eine andere ihr zumutbare Erwerbstätigkeit nicht oder nur vermindert ausüben kann.

Freizügigkeitsgesetz (FZG)

Bundesgesetz vom 17. Dezember 1993 über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge.

Freizügigkeitskonto

Gesperrtes Bankkonto, welches ausschliesslich der Erhaltung der Freizügigkeitsleistung dient.

Freizügigkeitsleistung (FZL)

Versicherte, welche eine Pensionskasse verlassen bevor ein Vorsorgefall eintritt, haben Anspruch auf eine Austrittsleistung (Freizügigkeitsleistung). Die Höhe der Austrittsleistung ist im Reglement der Vorsorgeeinrichtung festgelegt. Die Austrittsleistungen andere rVorsorgeeinrichtungen sowie Guthaben auf Freizügigkeitskonten und Freizügigkeitspolicen müssen in die Previs eingebracht werden (Art. 3 FZG).

Freizügigkeitspolice

Versicherungspolice, welche ausschliesslich der Erhaltung der Freizügigkeitsleistung dient.

Geldmarkt

Markt, auf dem Wirtschaftsobjekte Gelder anlegen oder aufnehmen können (Laufzeiten von einem Tag bis zu einem Jahr).

Global Custodian

Global Custody ist ein umfassendes Dienstleistungsangebot zur Bewirtschaftung grosser, weltweit diversifizierter Wertschriftenportfolios. Institutionellen Anlegern soll damit eine effiziente und transparente Organisation der Wertschriftenverwaltung zur Verfügung stehen. Der Global Custodian bietet unter anderem folgende Dienstleistungen an: Wertschriftenverwaltung und -verwahrung, Quellensteuerrückforderung, Berichterstattung, Wertschriftenbuchhaltung. Je nach Anbieter werden noch zusätzliche Dienstleistungen wie elektronischer Zugriff auf Konto- und Depotinformationen angeboten.

Inter-Pension (Interessengemeinschaft autonome Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen)

Bei der inter-pension sind insgesamt über 30 autonome und teilautonome Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen angeschlossen. Ziel der inter-pension ist, das Vertrauen in die 2. Säule zu stärken. Zudem bezweckt er den Erfahrungsaustausch sowie die Wahrnehmung der Interessen seiner Mitglieder gegenüber Behörden, Politik und Öffentlichkeit. Er vertritt somit die spezifischen Interessen der Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen innerhalb der beruflichen Vorsorge.

Invalidität

Invalidität ist die voraussichtlich dauernde volle oder teilweise Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit resp. Erwerbsfähigkeit.

Invaliditätsgrad

Der Invaliditätsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen des Einkommens, welches eine Person ohne Invalidität erzielen könnte zum Einkommen, welches die Person aufgrund der Invalidität nicht mehr erwerben kann.

Kapitalabfindung

Anstelle einer Rente kann die versicherte Person bis zu 100% der Altersrente in Kapitalform beziehen.

Kapitaldeckungsverfahren

Beim Kapitaldeckungsverfahren spart jede versicherte Person für sich selbst. Beiträge werden während der Finanzierungszeit für sich selbst angespart (Altersguthaben) und bei Eintritt eines Vorsorgefalles ausbezahlt. Die berufliche Vorsorge basiert grundsätzlich auf diesem Finanzierungssystem.

Koordinationsbetrag / Koordinationsabzug

Betrag, welcher vom massgebenden Jahreslohn abgezogen wird, um den versicherten Verdienst zu erhalten. Der Abzug dient der Koordination zwischen der 1. und 2. Säule (CHF 24'675.-, Stand 2016).

Latente Steuern

Steuern, die noch nicht bezahlt wurden, aber bei einem Verkauf anfallen werden.

Leistungsbezüger

Personen, welche wiederkehrende Leistungen (Renten) der Previs beziehen.

Lohn, koordinierter

Andere Bezeichnung für versicherten Lohn; bildet die Grundlage zur Berechnung der Beiträge und Leistungen.

Lohn, massgebender

Brutto-Jahreseinkommen einschliesslich 13. Monatsgehalt. Der massgebende Jahreslohn abzüglich Koordinationsabzug ergibt den jährlichen versicherten Lohn.

Lohn, versicherter

Andere Bezeichnung für koordinierten Lohn; bildet die Grundlage zur Berechnung der Beiträge und Leistungen.

Mindestbetrag

Das Freizügigkeitsgesetz (Art. 17 FZG) garantiert einer versicherten Person in jedem Fall einen Mindestbetrag beim Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung. Dieser entspricht

  • der von der versicherten Person eingebrachten Eintrittsleistung samt Zinsen
  • den während der Beitragsdauer persönlich bezahlten Beiträgen (Spar und Risikobeiträge) ohne Zinsen
  • einem Zuschlag auf diesen persönlichen Beiträgen

Der Zuschlag beträgt im Alter von 21 Jahren 4 % und erhöht sich jährlich um 4 %. Das Alter berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Kalenderjahr und dem Geburtsjahr. Der maximale Zuschlag von 100 % (Verdoppelung der persönlichen Beiträge) wird also mit 45 Jahren erreicht.

Mindestleistung

Mindesthöhe der Vorsorgeleistungen gemäss BVG.

Mindestzinssatz

Die Altersguthaben sind nach den Bestimmungen des BVG mit einem Mindestzinssatz von 1.25 % (Stand 01.01.2016) zu verzinsen. Eine allfällige Anpassung des Mindestzinssatzes obliegt dem Bundesrat und wird jährlich überprüft.

Obligatorischer BVG-Anteil des Sparkapitals

Summe der angesparten Altersgutschriften (Freizügigkeitsleistung gemäss BVG) im Rahmen des BVG-Obligatoriums inkl. Zins.

Ordentliche Beiträge

Beiträge zur Finanzierung der Leistungen. Höhe der Beiträge siehe Vorsorgereglement der Previs.

Parität

Zahlenmässig gleich starke Vertretung der Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der Verwaltungskommission resp. Stiftungsrat.

Pensionskasse (PK)

Bezeichnung für eine Institution, welche wiederkehrende Leistungen (Pensionen) ausrichtet. Heute umgangssprachlicher Ausdruck für Vorsorgeeinrichtung.

Projiziertes Altersguthaben

Im Beitragsprimat ist dies die Summe der angesammelten und zukünftig zu erwartenden Altersgutschriften inkl. Freizügigkeitsleistungen und Zinsen. Das projizierte Altersguthaben entspricht dem Sparkapital bei Erreichen des Rücktrittsalters.

Quellensteuer

Unmittelbar an der Quelle erhobene Steuer, z.B., die schweizerische Verrechnungssteuer von 35 Prozent auf Kapitalerträgen. Der Quellensteuer unterliegen Personen ohne Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz. Der Quellensteuerabzug kann im ausländischen Wohnsitzstaat an die dortigen Steuern angerechnet oder zurückgefordert werden, sofern ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht. Die Quellensteuer kommt auch bei Kapitalauszahlungen zum Tragen, sofern der Empfänger seinen Wohnsitz ausserhalb der Schweiz hat.

Rating

Standardisierte Bonitätsbeurteilung von handelbaren Finanzpapieren (Anleihen, Geldmarktpapiere), vor allem aber ihrer Emittenten (Unternehmen) durch unabhängige Kreditbewertungsagenturen. Das Rating dient Investoren als Grundlage für Investitionsentscheidungen. Die Rating-Agenturen haben unterschiedliche Symbole entwickelt, um die Bonität der Schuldner einzustufen. Dabei gilt eine Einstufung von AAA bis BBB- als «investierbar», darunter BB+ bis D als „nicht investierbar“ oder «spekulativ».

Rebalancing

«Wiederausrichten» der Gewichtung der einzelnen Anlagekategorien in einem Portfolio gemäss der Anlagestrategie und den taktischen Bandbreiten.

Reglement (Vorsorgeplan)

Das Reglement einer Vorsorgeeinrichtung beschreibt die Rechte und Pflichten der Versicherten, des Arbeitgebers und der Vorsorgeeinrichtung. Es wird vom Stiftungsrat erlassen. Die konkret versicherten Leistungen der angeschlossenen Unternehmung sind im Vorsorgeplan festgehalten.

Rentner, Rentnerin

Person, welche eine Rente der Previs bezieht.

Revisionsstelle / Rechnungsrevisoren

Juristische oder natürliche Person, welche die Buchführung des Geschäftsjahres prüft. Das BVG verlangt eine entsprechende Qualifikation. 

Risiko

In der Finanzmarkttheorie wird das Risiko einer Anlage an den Ertragsschwankungen gemessen (Streuung der Renditen um deren Mittelwert). Risiko und Rendite stehen theoretisch in einem direkten Zusammenhang: Je höher das eingegangene Risiko ist, desto grösser sollte längerfristig der Ertrag der entsprechenden Anlage ausfallen.

Risikofähigkeit

Unter Risikofähigkeit einer Vorsorgeeinrichtung wird deren Vermögen verstanden, Risiken einzugehen (vor allem Anlagerisiken). Ein wichtiges Kriterium ist dabei neben der subjektiven Risikotoleranz der Deckungsgrad. Je höher der Deckungsgrad ist, umso besser können Schwankungen der Anlagerenditen aufgefangen werden. Aktien haben im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren höhere Renditeschwankungen. Ein höherer Aktienanteil ist deshalb nur bei einem genügend hohen Deckungsgrad verantwortbar.

Rücktrittsalter

Zurückgelegtes Alter bei Pensionierung zwischen dem vollendeten 58. Altersjahr und dem vollendeten 70. Altersjahr. Das ordentliche Rücktrittsalter liegt bei 65 Jahren.

Schlussalter

Vollendetes 65. Altersjahr.

Schweigepflicht

Die Previs erteilt keine Auskünfte an Drittpersonen ohne schriftliche Vollmacht der versicherten Person.

Sicherheitsfonds BVG

Der Sicherheitsfonds ist eine vom Bundesrat errichtete öffentlich-rechtliche Stiftung. Er garantiert die Leistungen von Vorsorgeeinrichtungen bei deren Zahlungsunfähigkeit bis zu einem gesetzlich definierten Maximalanspruch. Der Sicherheitsfonds richtet zudem Leistungen an Kassen mit ungünstiger Altersstruktur des Versichertenbestandes aus.

Sparbeiträge

Die Sparbeiträge sind jener Teil des Beitragsaufwandes, welcher angespart wird. Die Höhe der Sparbeiträge (Altersgutschriften) ist altersabhängig und wird in Prozenten des versicherten Lohnes ausgedrückt.

Sparkapital

Das Sparkapital entspricht den Sparbeiträgen zuzüglich den Austrittsleistungen (Freizügigkeitsleistungen) anderer Vorsorgeeinrichtungen und persönlich geleisteten Einmaleinlagen.

Sperrkonto

Siehe Freizügigkeitskonto.

Stiftung Auffangeinrichtung BVG

Die Stiftung Auffangeinrichtung ist eine vom Bundesrat eingesetzte Vorsorgeeinrichtung. Die Pensionskassen müssen jene Freizügigkeitsleistungen, für die keine Auszahlungsadresse vorliegt, dorthin überweisen.

Stiftungsrat

Der Stiftungsrat ist das oberste Organ einer Stiftung.

Stille Reserven

Rückstellungen, die in der Bilanz des Unternehmens (oder der Pensionskasse) nicht ausgewiesen werden und durch Unterbewertung von Aktiven bzw. Überbewertung von Passiven entstehen. Damit kommt es zu Differenzen zwischen Buch- und Marktwerten.

Ueberbrückungsrente

siehe «AHV-Überbrückungsrente»

Ueberobligatorischer Anteil des Sparkapitals

Überschreitender Anteil des nach BVG-Obligatorium angesparten Sparkapitals. Dieser entspricht der Differenz zwischen dem „Freizügigkeitsguthaben gesamt“ und der „Freizügigkeitsleistung gemäss BVG“.

Umlageverfahren

Finanzierungssystem, bei dem die Leistungen für die im Laufe eines Jahres fälligen Renten durch die im gleichen Jahr fälligen Beiträge finanziert werden. Auf diesem Finanzierungsverfahren basiert die AHV/IV: die heutigen Erwerbstätigen finanzieren die heutigen Rentner.

Umwandlungssatz

Beim Umwandlungssatz handelt es sich um den reglementarischen Prozentsatz, mit dem das im Rücktrittsalter vorhandene Sparkapital (Altersguthaben) zur Berechnung der jährlichen Altersrente multipliziert wird. Der Mindestumwandlungssatz wird vom Bundesrat festgesetzt; er gilt für den obligatorischen Anteil des Altersguthabens (BVG-Anteil).

Als sog. umhüllende Kasse erbringt die Previs Leistungen, welche über den Rahmen des BVG-Obligatoriums hinausgehen. Für die überobligatorischen Sparkapitalien sind die Pensionskassen frei, andere Umwandlungssätze anzuwenden.

Ist die gesetzliche Altersrente nach Mindestumwandlungssatz (6.8%) für den obligatorischen BVG-Anteil höher als die Altersrente mit dem umhüllenden Umwandlungssatz der Previs (6.0%, Alter 65), wird die höhere Rente ausbezahlt. Somit sind die gesetzlichen Leistungen in jedem Fall sichergestellt.

Versicherte Personen

Bei den Arbeitgebern angestellte Personen, welche bei der Previs versichert sind und Beiträge bezahlen.

Versicherungstechnische Bilanz

Mit der versicherungstechnischen Bilanz wird festgestellt, ob das Vermögen einer Kasse gemäss kaufmännischer Bilanz - zusammen mit den zu erwartenden Beiträgen und Zinsen - ausreicht, um neben den sonstigen Schuldverpflichtungen und Rückstellungen die eingegangenen Versicherungsverpflichtungen (normalerweise auf den 31.12. des Jahres) erfüllen zu können.

Versicherungsverhältnis

Versicherungsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und der Pensionskasse.

Verzugszins

Der Verzugszins entspricht dem BVG-Mindestzinssatz (01.01.2012: 1.5%) plus 1% = total 2.5%. Die Verzugszinspflicht tritt erst ein, wenn die Vorsorgeeinrichtung in Verzug ist, d.h. nach Ablauf von 30 Tagen nach Erhalt der Zahladresse

Vorbezug gemäss WEF / Wohneigentumsförderung

Der Vorbezug führt zu einer Verminderung des Vorsorgeschutzes, sofern dies nicht durch eine zusätzliche Versicherung ausgeglichen wird. Im Vorsorgefall sind die Leistungen gekürzt.

Vorsorgeausweis

Synonym für Versicherungsausweis, Leistungsausweis, individuelles Leistungs- oder Orientierungsblatt. Der Vorsorgeausweis ist ein Informationsdokument für die versicherte Person und enthält Angaben über persönliche Ansprüche und Verpflichtungen sowie deren konkrete Höhe. Der Vorsorgeausweis der Previs wird der versicherten Person jährlich zugestellt.

Vorsorgeeinrichtung

siehe Pensionskasse

Vorsorgeleistungen / Vorsorgefall

Sammelbegriff für Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenleistungen der Previs.

Vorsorgeplan (Reglement)

Das Reglement einer Vorsorgeeinrichtung beschreibt die Rechte und Pflichten der Versicherten, des Arbeitgebers und der Vorsorgeeinrichtung. Es wird vom Stiftungsrat erlassen. Die konkret versicherten Leistungen der angeschlossenen Unternehmung sind im Vorsorgeplan festgehalten.

Vorsorgeverhältnis

Versicherungsverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Pensionskasse.

WEF / Wohneigentumsförderung

Im Rahmen des BVG vorgesehene Möglichkeit zum Vorbezug resp. zur Verpfändung von Vorsorgeleistungen zum Erwerb von Wohneigentum.

Währungsabsicherung

Durch Terminkäufe bzw. -verkäufe von Währungen können Investitionen in fremden Währungen gegenüber dem Wechselkursrisiko abgesichert werden.

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