Rückblick Anlagen 3. Quartal 2019

Entwicklung Vermögensanlagen

Die Entwicklung der Märkte im dritten Quartal ist vergleichbar mit derjenigen des Vorquartals. Eine Berg- und Talfahrt mit einem positiven Ergebnis per Quartalsende. Nach dem Taucher der Aktienmärkte anfangs August setzte eine Erholungsphase ein, welche sich im September fortge-setzt hat. 

Interessant zu beobachten war auch die unterschiedliche Entwicklung innerhalb der Sektoren. Zykli-sche Werte, welche zuvor stark unter Druck waren, gewannen deutlich an Boden zurück. Technologie-aktien und defensivere Sektoren waren hingegen unter den Verlierern. Die im August vorherrschend negative Stimmung im Handelsstreit fand im September eine nächste positive Wendung mit Ausnah-men und Verzögerungen rund um die angedrohten Tarife und neuer Gesprächsbereitschaft. Die welt-weiten Zinsen stiegen damit deutlich an obwohl die Konjunkturdaten sich vor allem ausserhalb den USA weiter eintrübten. Besonders der September war geprägt von sich abkühlenden Konjunkturdaten im verarbeitenden Gewerbe sowie von anstehenden Entscheiden der Zentralbanken. Die Notenbank-entscheide fielen innerhalb der Erwartungshaltung der Marktteilnehmer aus und lieferten somit keine neuen Impulse. Sowohl die FED wie auch die EZB senkten die Leitzinsen. Die EZB hat zudem ange-kündigt, das Anleihen Aufkaufprogram wieder aufzunehmen auf unbestimmte Zeit. Die SNB im Ge-gensatz beliess den Negativzins unverändert bei -0.75%, hat jedoch klargestellt, dass bei Bedarf wei-terhin mittels Devisenkäufe interveniert werde. 

Aktienmärkte

Die europäischen Aktienmärkte waren im dritten Quartal für einmal deutlich stärker als die US Märkte, welche unter der zeitweise relativ schwachen Technologiebörse litten. Der US Markt (S&P500) legte um 1.7% zu. Die Schweizer Aktien gewannen 2.1% und die Europäischen Aktien (Euro Stoxx 600) legten 2.7% zu. 

Die Schweizer Aktien gewannen 2.1%

Unter der verbesserten Stimmung setzte auch beim japanischen Nikkei225 eine stärkere Erholung ein (+2.98%). Bald geben die Gewinnausweise für das 3. Quartal mehr Aufschluss darüber, ob der Han-delsdisput zwischen den USA und China tiefere Spuren bei Unternehmensergebnissen hinterlassen hat. Generell wurden jedoch die Gewinnschätzungen der Analysten im Vorfeld wieder deutlich gesenkt, so dass allzu grosse Überraschungen ausbleiben dürften. 

Zinsen

Die Zinsen sind im dritten Quartal leicht gesunken. Per Quartalsende rentierten 10-jährige Eidgenossen noch -0.75% von zuvor -0.55% per Ende Juni. Diese kleine Differenz täuscht aber über die Tatsache hinweg, dass die Zinsschwankungen stark waren. Die Renditen bewegten sich im Quartalsverlauf zwi-schen -0.50% und –1.12% (15. August). Ähnlich war der Verlauf der 10-jährigen US Treasuries. Diese bewegten sich zwischen 2.14% und 1.45% und schlossen das Quartal bei 1.66%. 

Währungen

Der Schweizer Franken ist im Quartalsverlauf gegen den EUR stärker geworden. EUR/CHF ging von 1.11 auf 1.0875 zurück. Gegenüber dem USD wurde der CHF etwas schwächer. Das Währungspaar schloss per Ende September bei 0.9977 (von 0.9877). Das Britische Pfund erholte sich stark nachdem die Wahrscheinlichkeit für einen harten Brexit wieder etwas abgenommen hat. 
 

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