Rückblick Anlagen 2. Quartal 2020

Entwicklung Vermögensanlagen

In der ersten Hälfte des Jahres wurden die Anlagemärkte von der Covid-19-Pandemie dominiert. Im ersten Quartal rutschte der amerikanische Aktienmarkt (S&P 500) innerhalb von nur drei Wochen in eine Baisse ab und verlor bis zum Tiefstand am 23. März über 30%. Die Zentralbanken und Regierungen rund um den Globus reagierten jedoch massiv und stützten mit beispiellosen geld- und fiskalpolitischen Massnahmen. 

Im 2. Quartal folgte dann eine kräftige Gegenbewegung und der S&P 500 erlebte sein bestes Quartal seit dem 4. Quartal 1998. Per Ende Juni stand er lediglich noch 3% tiefer als zu Jahresbeginn. Da die Leitzinsen gesenkt wurden und die Nachfrage nach sicheren Anlagen stieg, gingen die Renditen von Staatsanleihen im 1. Quartal stark zurück. Auch am Ende des 2. Quartals lagen sie immer noch weit unter früheren Niveaus. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries fiel zum Beispiel von 1,9% zu Beginn des Jahres auf einen Tiefstwert von 54 Basispunkten im März und notierte zum Quartalsende bei 66 Basispunkten. Andere Zufluchtsanlagen legten ebenfalls kräftig zu: Gold stieg im 1. Halbjahr um 17% und erreichte den höchsten Stand seit 2012.

Aktienmärkte

Die globalen Aktienmärkte erlebten im zweiten Quartal eine massive Gegenbewegung. Sie waren geprägt von hoffen auf Fortschritte bei der Pandemiebekämpfung und weitere Massnahmen zur Normalisierung des öffentlichen Lebens. Die US-Aktien gehörten im Vergleich zu den Gewinnern. Der S&P 500 legte um 20.5% zu (in USD). Für den europäischen Aktienmarkt resultierte im Quartalsverlauf ein Plus von 13.4% (MSCI Europa ex. CH in EUR) und der Schweizer Markt (SPI) stand Ende Juni knapp 10% höher. Die Märkte waren und sind insgesamt sehr volatil.

Die Märkte waren und sind insgesamt sehr volatil. 

Nach Jahren rekordtiefer Aktienmarktvolatilität schoss der VIX Index auf dem Höhepunkt der Krise im März auf ein Rekordhoch. Seither ist er wieder zurückgegangen, liegt aber immer noch über dem langfristigen Durchschnitt. Dies deutet trotz der starken Erholung seit den Märztiefstständen auf eine nach wie vor hohe Nervosität hin. Für Schlagzeilen sorgte der Zahlungsdienstleister wirecard in Deutschland. Das im DAX gelistete Unternehmen musste wegen Bilanzmanipulation Insolvenz anmelden. 

Zinsen

Im Quartalsvergleich gab es keine starken Veränderungen der langfristigen Zinsen zu vernehmen. Die US-Zinsen notieren Ende Juni praktisch auf demselben Niveau wie zu Ende des ersten Quartals (65BP). Ebenso war die Situation im Euro-Raum und in der Schweiz. Die Renditen der 10-jährigen Eidgenossen schlossen das Quartal bei -0.5% und damit ca. 8BP tiefer als zu Beginn des zweiten Quartals.

Währungen

Der US-Dollar ist im Quartalsverlauf schwächer geworden. Gegenüber dem CHF waren es fast 1.5%. So stand USD|CHF per Ende Juni noch bei 0.9473 (Vorquartal 0.9611). EUR|CHF hingegen verlief in engen Bahnen und schloss das Quartal bei 1.0642 (Vorquartal 1.0604). 

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