Rückblick Anlagen 2. Quartal 2019

Entwicklung Vermögensanlagen

Die Erwartungen an die Zentralbanken sind deutlich angestiegen, nachdem die FED und die EZB deutlich signalisiert haben, dass eine Lockerung der Geldpolitik in den kommenden Monaten durchaus möglich sei. Das hat dazu geführt, dass sich die Märkte im Juni nach dem Mai-Taucher wieder erholt haben.

Insgesamt ist die Marktentwicklung im 2. Quartal 2019 damit positiv verlaufen. Die Aussagen der wichtigsten Notenbankchefs haben aber im Gegenzug dazu geführt, dass die Renditen der globalen Staatsanleihen nochmals zurück gingen und teilweise neue Tiefststände erreichten. Die weltweiten Konjunkturdaten sind insgesamt schwächer ausgefallen und deuten auf eine weitere Konjunkturabschwächung hin. Sogar die US Wirtschaft zeigte etwas Schwäche; der Sammelindex der US-Frühindikatoren stagnierte im Mai und für die zweite Jahreshälfte signalisiert er nun eine deutliche Wachstumsverlangsamung. Am G20 Gipfel in Osaka verkündete der US-Präsident Donald Trump, dass vorerst keine zusätzlichen Strafzölle auf chinesische Importe erhoben werden. Auch sollen die Verhandlungen nach dem Stillstand wieder aufgenommen und fortgesetzt werden. Dies wurde von den Märkten positiv aufgenommen.

Aktienmärkte

Die «Zinsfantasie» unterstütze die Aktienmärkte im Juni. Nach der kalten Dusche im Mai haben sich die globalen Aktienmärkte wieder erholt. Durch den stärkeren Schweizer Franken wurden aber die Gewinne in CHF geschmälert. Im 2. Quartal legte der S&P500 um 4.2% zu (in USD). Der SPI gewann 6.5% und der europäische Markt (Euro Stoxx 600) legte in EUR 3.4% zu.

Der SPI gewann 6.5%.

Der Nikkei225 entwickelte sich seitwärts und stand per Ende Juni um 0.5% höher. Die Gewinnschätzungen für das kommende Quartal wurden wiederum nach unten revidiert. Die Chancen, dass die Unternehmungen im Juli für Gewinn-Überraschungen sorgen können, sind vorhanden. Trotz dem andauernden Handelskonflikt bleibt auch die Volatilität verhältnismässig tief und unter dem langfristigen Schnitt. Zyklische Sektoren wie Transportwerte oder Banken tun sich schwer und hinken der Performance hinterher.

 

Zinsen

Die Aussagen des FED-Präsidenten Powell und des EZB-Präsidenten Draghi in Bezug auf mögliche Hilfestellungen (Zinssenkungen in den USA, weitere Lockerung der Geldpolitik in Europa) drückten die weltweiten Renditen nochmals deutlich. Die Renditen des 10-jährigen US-Treasury fielen auf 2%, diejenige des 10-jährigen Bund fielen auf ein historisches Allzeittief von -0.33% und für 10-jährige Schweizer Eidgenossen bezahlt man Ende Juni -0.53% p.a. Die Zinskurven als Rezessionsindikator haben sich wohl dank der Zentralbankenpolitik wieder etwas aufgebäumt. Eine Rezession wird daher von diesem wichtigen Indikator trotz vielen warnenden Stimmen noch nicht angezeigt.

 

Währungen

Nach einer mehrmonatigen USD-Stärke neigte die US-Währung gegen Quartalsende zur Schwäche. Der Hauptgrund dafür sind der noch ausbleibende Inflationsdruck und das Einpreisen von Zinssenkungen der FED. Gegen den CHF schloss der USD bei 0.9763 nachdem das Währungspaar anfangs Mai noch bei 1.02 notierte. Der JPY und der CHF wurden aufgrund der gestiegenen Unsicherheiten bereits seit Mai stärker. Gegenüber dem EUR war die Entwicklung ähnlich. Am 23. April stand EUR/CHF noch bei 1.1452 und schloss das Quartal auf dem Stand von 1.1104.

 

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