Rückblick Anlagen 3. Quartal 2021

Entwicklung Vermögensanlagen

Gegen Ende des dritten Quartals - ab ca. Mitte September - kamen die meisten Aktienmärkte deut-lich unter Druck. Ein wesentlicher Treiber für den Stimmungsumschwung an den Märkten waren die steigenden Zinsen. 

Seit der Sitzung der US-Notenbank (FED) im September und der damit verbundenen Ankündigung über die Drosselung der Anleihenkäufe dem sogen. Tapering ab November sind die Kapitalmarktrenditen weltweit angestiegen. Die FED überraschte die Märkte etwas mit ihrem sportlichen Zeitplan zum Tapering. Es gilt aber festzuhalten, dass die Geldpolitik der FED damit nach wie vor sehr expansiv bleiben wird. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre Wertpapierkäufe demnächst reduzieren. In den Schwellenländern waren auf breiter Front gar steigende Leitzinsen zu verzeichnen. Für zusätzliche Unsicherheit und Volatilität an den Märkten haben auslaufende Stimulierungs-Massnahmen, neue Regulierungen und die hohe Verschuldung im chinesischen Immobiliensektor gesorgt. Die globale Wachstumsdynamik hat im dritten Quartal weiter abgenommen weil wichtige Rückenwinde wie ausgeprägte Aufholeffekte sowie die expansive Geld- und Fiskalpolitik allmählich wegfallen. Dazu kommt, dass anhaltende Liefer- und Personalengpässe das Wachstum zusätzlich bremsen. Insgesamt bleibt das Wachstum aber in nahezu allen Regionen klar überdurchschnittlich. Der Preisdruck blieb weltweit hoch. Die anziehenden Inflationsraten dürften jedoch unverändert vor allem von temporären Faktoren getrieben sein. 

Aktienmärkte

Die Aktienmärkte entwickelten sich im dritten Quartal uneinheitlich. Während im Juli und August noch überwiegend steigende Kurse zu beobachten waren drehten die meisten Märkte im September wie erwähnt. Die europäischen Aktien (MSCI Europa ex. CH; in EUR) konnten das dritte Quartal noch mit einem Plus von 1.1% abschliessen. Für den amerikanischen Aktienmarkt (S&P500 in USD) resultierte noch ein knappes Plus von 0.6%. 

Der Schweizer Markt (SPI) dagegen verlor 2%.

Der Schweizer Markt (SPI) dagegen verlor 2%. Dies vor allem weil die defensiven Indexschwergewichte Nestlé, Novartis oder Roche stark unter den steigenden Zinsen litten. Bei den Schwellenländer-Aktien setzten die Abgaben bereits im Juli ein; insgesamt resultierte ein Minus von 8% (in USD) für das 3. Quartal. 

Zinsen

Während die Zinsen im Juli rückläufig waren und damit die nachlassende Wachstumsdynamik der globalen Konjunktur wiederspiegelten sind sie im September nach der eingangs erwähnten Ankündigung der FED deutlich angestiegen. Über das dritte Quartal gesehen resultiert für die 10-jährigen US Treasuries ein Plus auf den Stand von knapp 1.5% per Ende September. Eine ähnliche Entwicklung wenn auch weniger deutlich ausgeprägt war in Europa und in der Schweiz zu beobachten. Die 10-jährigen Eidgenossen schlossen das Quartal bei einem Stand von -0.20%. 

Währungen

Der CHF ist im Quartalsverlauf gegenüber dem USD etwas schwächer geworden. USD|CHF notierte per Ende September bei 0.9317 (30.06.2021: 0.9250). Zum EUR hingegen wurde der CHF etwas stärker. Zum Quartalsende lag EUR|CHF bei 1.0786 (Vorquartal 1. 0969).  

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