Todesfall

Ehegatten / Lebenspartnerrente

Der Anspruch auf eine Ehegattenrente besteht, wenn der Versicherte im Zeitpunkt des Todes verheiratet ist oder in eingetragener Partnerschaft lebt. Die Höhe der Ehegattenrente beträgt 2/3 der versicherten Invalidenrente bzw. 2/3 der laufenden Altersrente.

Erfolgt die Eheschliessung erst nach der Invalidisierung oder Alterspensionierung des Versicherten, besteht der Anspruch auf Ehegattenrente nur, wenn der Ehegatte für den Unterhalt von Kindern aufkommen muss oder die Ehe mindestens 5 Jahre gedauert hat. Sind die Bedingungen nicht erfüllt, so gilt lediglich der Anspruch auf eine einmalige Abfindung von 3 Jahres-Ehegattenrenten.

 

Der geschiedene Ehegatte ist nach dem Tod seines früheren Ehegatten der Witwe oder dem Witwer gleichgestellt, sofern die Ehe mindestens zehn Jahre gedauert hat und dem geschiedenen Ehegatten bei der Scheidung eine Rente nach Art. 124e, Abs. 1 oder Art. 126, Abs. 1 ZGB zugesprochen wurde.

Konkubinatspartner – auch gleichen Geschlechts – haben Anspruch auf eine Lebenspartnerrente. Für die Anspruchsberechtigung hat der Versicherte das von der Previs verlangte Begünstigtenformular zu Lebzeiten einzureichen. Die Bedingungen für den Bezug einer Lebenspartnerrente sind:

  • beide Partner bzw. Partnerinnen sind unverheiratet und zwischen ihnen besteht keine Verwandtschaft;
  • die Lebensgemeinschaft hat im Zeitpunkt des Todes mindestens 5 Jahre gedauert oder für eines oder mehrere gemeinsame Kinder aufkommen muss;

Massgebend für die Berechnung der Leistungen ist in jedem Fall das aktuell gültige Reglement.

 

Todesfallkapital

Im Todesfall hat Anspruch auf ein Todesfallkapital der überlebende, nicht rentenberechtigte Ehegatte, bei dessen Fehlen die rentenberechtigten Kinder, bei deren Fehlen andere Personen, die vom Ver-storbenen im Zeitpunkt des Todes unterhalten oder in erheblichem Masse unterstützt worden sind, bei deren Fehlen die nicht rentenberechtigten Kinder, bei deren Fehlen den Eltern zu gleichen Teilen, bei deren Fehlen den Geschwister zu gleichen Teilen.

Das Todesfallkapital entspricht bei aktiven Versicherten dem Betrag der Freizügigkeitsleistung und bei Alters- und Invalidenrentnern dem dreifachen Betrag der laufenden jährlichen Alters bzw. Invalidenrente, vermindert um allfällige Abfindungen und bereits ausbezahlte Renten.

Massgebend für die Berechnung der Leistungen ist in jedem Fall das aktuell gültige Reglement.

Zusätzliches Todesfallkapital

Optional kann der Arbeitgeber – ergänzend zu den Risikoplänen für Tod und Invalidität – eine Todesfallkapital-Versicherung vorsehen. Diese stellt die finanzielle Basis nach dem Tod der versicherten Person sicher und dient als eine Art Starthilfe für die Hinterbliebenen. Ob Ihr Arbeitgeber eine solche Versicherung abgeschlossen hat, können Sie Ihrem Versicherungsausweis entnehmen.

Kinderrenten

Die Kinder eines verstorbenen Versicherten oder Rentenbezügers haben Anspruch auf Waisenrenten, sofern der Verstorbene für deren Unterhalt aufzukommen hat. Der Anspruch besteht bis zur Vollendung des 20. Altersjahres, für die in Ausbildung stehenden oder zu mindestens 70% invaliden Kindern bis zum Abschluss bzw. bis zur Erlangung der Erwerbstätigkeit, längstens jedoch bis zur Vollendung des 25. Altersjahres. Entsprechende Nachweise (Kopie Lehrvertrag oder Immatrikulationsbestätigungen bei Studierenden) sind zu erbringen. 

Massgebend für die Berechnung der Leistungen ist in jedem Fall das aktuell gültige Reglement.

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