Rückblick Anlagen 3. Quartal 2020

Entwicklung Vermögensanlagen

Im dritten Quartal konnte wiederum eine insgesamt positive Anlageperformance erzielt werden. Getragen wurde diese Entwicklung durch die Einschätzung, dass die Weltwirtschaft allmählich die tiefe Delle der Coronakrise überwindet. Das Wachstum im 3. Quartal wird deutlich positiv ausfallen und damit einen Teil des Rückgangs der beiden vorangegangenen Quartale wieder aufholen. 

Es sieht aber basierend auf der aktuellen Datenlage auch danach aus, als ob die kräftige wirtschaftliche Erholung, welche in den Monaten unmittelbar nach Aufhebung des wirtschaftlichen Lockdowns einsetzte, zusehends an Dynamik verliert. Erschwerend kam im dritten Quartal die Ankündigung der US-Notenbank Fed über die Veränderung ihres geldpolitischen Rahmens dazu. Die Fed will künftig ein durchschnittliches Inflationsziel anstreben. Die Fed hat mit ihrer neuen Forward Guidance die Nullzinspolitik damit auf Jahre hinaus zementiert. Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde erklärte, dass in Europa ein ähnlicher Richtungswechsel in Bezug auf das Inflationsziel in Erwägung gezogen werde. Diese Ankündigungen haben sich negativ auf die Finanzmärkte ausgewirkt. 

Aktienmärkte

Im Juli und August verliefen die globalen Aktienmärkte deutlich positiv. Nachdem auch zu Beginn des Septembers weiterhin alles für eine Fortsetzung der Aktienmarktrally sprach, wendete sich das Blatt im Laufe des Monats. Die Konsolidierung begann bei den Technologieaktien in den USA und griff dann auf die übrigen Regionen über. Lediglich die Schweiz und Japan konnten im September ein kleines Plus retten. Auch die Befürchtungen, wonach der Ausgang der US-Präsidentschaftswahl umstritten sein und kein rasches Wahlergebnis vorliegen könnte, belasteten die Aktienmärkte. 

Die Märkte waren sehr volatil.

Trotzdem gehörten die US-Aktien im quartalsverlauf zu den Gewinnern. Der S&P 500 legte um 8.9% zu (in USD). Für den Schweizer Markt (SPI) resultierte ein Plus von 2.3% und der europäischen Aktienmarkt (MSCI Europa ex. CH in EUR) schloss das Quartal praktisch unverändert ab. Die Märkte waren sehr volatil. 

Zinsen

Im Quartalsvergleich bewegten sich die Zinsen nur unwesentlich. Die US-Zinsen notieren Ende September praktisch auf demselben Niveau wie zu Ende des zweiten Quartals (65BP). Im Euro-Raum und in der Schweiz leicht tiefer. Die Renditen der 10-jährigen Eidgenossen schlossen das Quartal bei -0.5%.

Währungen

Der US-Dollar ist im Quartalsverlauf schwächer geworden. Gegenüber dem CHF waren es ca. 2.8%. So stand USD|CHF per Ende September noch bei 0.9290 (Vorquartal 0.9473). Im Verlaufe des August bewegte sich der USD zum CHF gar mehrmals gegen die Marke von 0.90. Der EUR hingegen wurde zum CHF etwas stärker. Er legte 1.4% zu. Zum Quartalsende notierte EUR|CHF bei 1.0794 (Vorquartal 1.0642).  

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