Rückblick Anlagen 1. Quartal 2020

Entwicklung Vermögensanlagen

Das erste Quartal 2020 und ganz besonders der März werden in die Geschichtsbücher eingehen. Die westliche Welt verfolgte während Wochen die Entwicklung in Asien rund um den Corona-Virus und vermittelte den Eindruck als ob man sich aus dieser grossen Distanz keine grossen Sorgen machen müsste. 


Die rasche und starke Ausbreitung des Virus aber liessen Ende Februar die Finanzmärkte massiv reagieren als die Angst vor den dramatischen Folgen der Pandemie überhandnahm. Die düsteren Aussichten rissen die Märkte in einen Abwärtsstrudel der seines gleichen sucht. Nachdem viele Regierungen die Gefahr zuerst herunterspielten, folgte alsbald die Kehrtwende in Form einer ökonomischen und sozialen Vollbremsung. Im Panikmodus verloren die Aktienmärkte innerhalb von wenigen Tagen rund einen Drittel an Wert. Die Fed und EZB mussten mit Liquiditätsspritzen intervenieren. Anfangs März verschlechterte sich die Liquiditätssituation nochmals massiv. Die Fed senkte die Zinsen auf null und kündigte - wie im Übrigen auch die EZB und andere bedeutende Notenbanken - neue QE-Programme an.  

Aktienmärkte

Die Märkte stürzten je nach Region mehr als 30% ab bevor ab Mitte März eine Erholung einsetzte. Die Geschwindigkeit dieses «Crashs» war beispiellos; noch nie fielen Aktien so rasch so tief. Besonders heftig ist die Korrektur in Europa ausgefallen. Der MSCI Europa verlor im ersten Quartal knapp 25%. Der US-Aktienmarkt (S&P500) notierte 19.6% tiefer und die Schwellenländer verloren 23.6%. 

Die Märkte stürzten je nach Region mehr als 30% ab.

Der Schweizer Markt konnte sich verhältnismässig gut halten, der SPI verlor knapp 12%. Die Volatilität (gemessen am VIX Index) schoss in die Höhe. Mit dem Höchststand von 85 erreichte er einen Wert, welcher letztmals während der grossen Finanzkrise im Jahr 2008/2009 verzeichnet wurde.

Zinsen

Die Zinsen haben sich sehr uneinheitlich entwickelt. Die US-Zinsen sind massiv gesunken. Die Rendite der 10-jährgen US-Treasuries schloss das Quartal bei 0.67% nachdem diese anfangs Jahr noch bei 1.90% lag. In Europa haben sich die Zinsen im Quartalsverlauf gegenläufig entwickelt. Die EUR-Zinsen stiegen leicht und auch in der Schweiz notierte die Rendite der 10-jährigen Eidgenossen mit -0.44% leicht höher als zu Beginn des Jahres. Die Schwankungen allerdings zwischen Quartals-Höchst- und Tiefstständen waren gross. Generell sind die Spreads von Unternehmensanleihen stark angestiegen. 

Währungen

Gegenüber dem USD schloss der CHF das Quartal praktisch unverändert (0.96). Aber auch in den Währungen waren die Schwankungen gross. So lagen Tiefst- und Höchststand von USD|CHF mit 0.93 und 0.99 innerhalb von weniger als zwei Wochen deutlich auseinander. Gegenüber dem EUR hingegen war nur eine Richtung ersichtlich. Der CHF wurde stärker und schloss das Quartal bei 1.06.

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