Rückblick Anlagen 1. Quartal 2022

Entwicklung Vermögensanlagen

Nach dem schlechten Start der Aktienmärkte im Januar und den durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Marktverwerfungen im Februar erholten sich die Märkte ab Mitte März wieder etwas. Die Aussichten auf Friedensverhandlungen brachten die Investoren teilweise zurück in die Aktien. 

Schlimmer steht es um die globalen Anleihen: die Trendwende bei den Obligationen hielt an und zeigte Preisverluste von fast 12% seit dem Hoch im Januar 2021. Trotzdem begannen die Notenbanken, die längst überfällige Straffung der Geldpolitik umzusetzen. Die US-Notenbank erhöhte den Leitzins erstmals seit 2018 um 25 Basispunkte und nannte die anhaltend hohe Inflation und den unsicheren Ausblick durch den Krieg als Gründe für einen ungewissen Konjunkturausblick. Verbal liess der Fed Präsident Jerome Powell durchblicken, dass eine schnellere Straffung der Geldpolitik durchaus angebracht sein könnte. Derzeit werden gar Zinsschritte von 50 Basispunkten an den nächsten zwei Zinsterminen erwartet. Auch die EZB will nun schneller handeln. Der Geldmarkt preist vier Zinsschritte in den nächsten zwölf Monaten ein. Die hohen Rohstoffpreise werden das globale Wachstum sicherlich belasten und die bereits hohe Inflation weiter in die Höhe treiben. 

Aktienmärkte

Die Aktienmärkte haben sich im ersten Quartal negativ entwickelt. Bis Mitte März wiesen die meisten Märkte Verluste im zweistelligen Prozentbereich auf bevor dann in der zweiten März-Hälfte eine Gegenbewegung einsetzte. Der US-Markt (S&P500) schloss das erste Quartal mit einem Minus von 4.6% (in USD) und der europäische Markt (MSCI Europa ex. CH) verlor 5.5% (in EUR). In ähnlichem Ausmass hat auch unser Heimmarkt (SPI) verloren (-5.5%). Die Schwellenländer-Aktien (MSCI EMMA) korrigierten insgesamt stärker als die entwickelten Märkte (-7%). 

Zinsen

Trotz der zweitweisen breiten Panik an den Aktienmärkten waren Anleihen kaum gesucht. Anders als in früheren Phasen von grosser Unsicherheit konnten Anleger nicht von steigenden Obligationen profitieren. Der historische Diversifikationsnutzen hat sich im aktuellen Umfeld nicht bewahrheitet. Die globalen Renditen der Staatsanleihen stiegen weltweit an. 10-jährige US-Treasuries erreichten zwischenzeitlich eine Verfallsrendite von fast 2.5%; per Quartalsende notierten sie bei 2.3%. 

Die 10-jährigen Eidgenossen rentierten am Monatsende 0.54%

Die 10-jährigen Eidgenossen rentierten am Monatsende 0.54%. Die US-Zinskurve ist bei verschiedenen Laufzeiten invertiert was bedeutet, dass die Zinsen von kurzen Laufzeiten über denjenigen von langen Laufzeiten stehen. Inverse Zinskurven haben in der Vergangenheit sehr oft eine Rezession «angekündigt». 

Währungen

Der USD ist gegenüber dem EUR und auch dem CHF im ersten Quartal etwas stärker geworden was sich für die Anlagen, welche nicht währungsgesichert sind (Aktien in USD), positiv ausgewirkt hat. Der USD stieg zum CHF von 0.9129 auf 0.9225. Gegenteilig war die Entwicklung des EUR. Der Euro wurde zum USD und auch zum CHF schwächer. Am 4.3. ging der Euro zum CHF praktisch auf Parität (1:1) zurück. Zum Quartalsende notierte EUR/CHF auf 1.0212.  
 

 

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