Im vierten Quartal 2025 entwickelten sich die Vermögensanlagen insgesamt positiv, jedoch in einem zunehmend anspruchsvollen und selektiven Marktumfeld. Die globalen Konjunktursignale blieben uneinheitlich: Während sich in Teilen Europas und in der Schweiz eine moderate wirtschaftliche Stabilisierung abzeichnete, kühlte sich die US-Konjunktur spürbar ab. In der Eurozone überraschte das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal mit +0,2 % positiv, wobei Frankreich als Haupttreiber hervortrat. Deutschland konnte eine technische Rezession vermeiden, leidet jedoch weiterhin unter struktureller Stagnation. In den USA sorgte der anhaltende Government Shutdown für erhebliche Unsicherheit. Verzögerte oder ausbleibende Konjunktur- und Inflationsdaten erschwerten die geldpolitische Einschätzung und reduzierten die Planbarkeit für Investoren. Gleichzeitig setzten handelspolitische Entwicklungen Akzente: Neue Abkommen der USA mit Japan, Südkorea und China entschärften temporär Risiken für globale Lieferketten. Für die Schweiz war insbesondere die Annäherung an die USA mit der Aussicht deutlich niedrigerer Zölle von Bedeutung. Gegen Jahresende verbesserte sich zudem der konjunkturelle Ausblick in der Schweiz spürbar und deutet auf einen soliden Start ins Jahr 2026 hin.
Aktienmärkte
Die Aktienmärkte zeigten im Quartal insgesamt eine stabile bis leicht positive Entwicklung, allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen Regionen und Einzeltiteln. Erneut auffällig waren die teils extremen Kursschwankungen bei Mega-Cap-Aktien, mit täglichen Marktkapitalisierungsveränderungen in dreistelliger Milliardenhöhe. Trotz dieser Bewegungen blieb die Gesamtmarktvolatilität niedrig. Der MSCI World legte im Quartalsverlauf um 3% zu; schwächere Phasen im November wurden durch eine Erholung im Dezember ausgeglichen. Der US-Aktienmarkt (MSCI USA) gewann im 4. Quartal 2.3%. Die europäischen Aktienmärkte (MSCI Europa ex. CH) haben 5.3% an Wert gewonnen und der Schweizer Aktienmarkt (SPI) konnte sogar 8.8% zulegen.
Zinsen
Die US-Notenbank senkte die Leitzinsen zum dritten Mal in Folge um 25 Basispunkte. Während dieser Schritt weitgehend erwartet wurde, zeigte sich innerhalb des Offenmarktausschusses eine zunehmende Uneinigkeit über den weiteren Kurs. Schwächere Arbeitsmarktdaten stützten die Argumente für eine Lockerung, während Inflationsrisiken präsent blieben. Zusätzlich stabilisierte die Fed im Dezember mit einem T-Bill-Kaufprogramm gezielt den Geldmarkt, nachdem sinkende Bankreserven zeitweise Spannungen verursacht hatten. In Europa blieb die EZB zurückhaltend und beliess den Leitzins unverändert. Die Renditen der 10-jährigen US Treasuries stiegen im 4. Quartal leicht von 4.15% auf 4.17%. Auch in Europa und in der Schweiz stiegen die langfristigen Renditen an. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe der Eidgenossenschaft stieg von 0.14% im Quartalsverlauf auf 0.27% an und schloss das Quartal bei 0.23%
Währungen
An den Devisenmärkten verlief das Quartal insgesamt ruhig, mit einem robusten Schweizer Franken. Gegenüber dem US-Dollar zeigte sich zunächst eine temporäre Schwäche, die im Dezember vollständig korrigiert wurde. Zum Jahresende notierte der Franken sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber dem Euro fester. Die Aufwertung reflektiert die anhaltende Nachfrage nach sicheren Häfen sowie den vergleichsweise stabilen konjunkturellen Ausblick der Schweiz. Insgesamt blieben die Währungseinflüsse auf die Portfolios im 4. Quartal überschaubar.