Am gemeinsamen Fachanlass der Previs Vorsorge und der PK Rück vom 27. Oktober 2026 erfuhren Arbeitgebende, wie sie Arbeitsunfähigkeit vorbeugen können. Im Zentrum stand die Frage, weshalb psychologische Sicherheit für gesunde Mitarbeitende und erfolgreiche Teams so wichtig ist.

Die Zahl der IV-Neurenten in der Schweiz steigt. Martin Friedli, Geschäftsführer der Previs, machte zum Auftakt der Fachtagung deutlich, wie wichtig deshalb die frühzeitige Prävention ist. Mit dem Angebot unter dem Motto gesund@work unterstützen die Previs und die PK Rück Arbeitgebende dabei, gesundheitliche Risiken zu erkennen und längere Arbeitsausfälle möglichst zu verhindern.

Regina Knöpfel, CEO der PK Rück, zeigte anhand aktueller Zahlen die Entwicklung von Arbeitsunfähigkeit und Invalidität auf. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere psychische Erkrankungen eine bedeutende Rolle spielen. Entscheidend für eine erfolgreiche Wiedereingliederung ist, wie früh eine Arbeitsunfähigkeit gemeldet wird. Je später eine Meldung erfolgt, desto geringer sind die Chancen auf eine Rückkehr ins Arbeitsleben.

Wo Unternehmen bereits im Arbeitsalltag ansetzen können, erläuterte Prof. Dr. Ina Goller von der Berner Fachhochschule. Psychologische Sicherheit bedeutet, dass Mitarbeitende Fragen stellen, eigene Meinungen äussern und Fehler ansprechen können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Anhand konkreter Beispiele zeigte die Referentin, wie Führungskräfte eine solche Kultur fördern können. Etwa indem sie unterschiedliche Meinungen bewusst einholen und offen mit eigenen Fehlern umgehen.

Die Fachtagung zeigte; wer Arbeitsausfälle verhindern will, sollte nicht erst handeln, wenn Mitarbeitende krank werden. Auch der tägliche Umgang miteinander kann dazu beitragen, die Gesundheit der Mitarbeitenden langfristig zu stärken.