Die Entwicklungen im Nahen Osten belasteten im ersten Quartal zunehmend die globale Wirtschaft und gipfelten im März in deutlichen Verlusten an den Aktien- und Anleihemärkten. Insbesondere stark gestiegene Kosten für Öl, Transport, Dünger und Verpackungsmaterial setzten Unternehmen weltweit unter Druck. Die faktische Schliessung der Strasse von Hormus durch den Iran führte zu erheblichen Störungen im globalen Handel, insbesondere bei Öltransporten. Dies traf vor allem asiatische und europäische Volkswirtschaften, wirkte sich jedoch über die steigenden Energiepreise letztlich auf die gesamte Weltwirtschaft aus. Die US-Notenbank reagierte mit einer Anhebung ihrer Inflationsprognose für 2026, beliess den Leitzins jedoch unverändert. Damit stehen die Notenbanken vor einem schwierigen Abwägungsprozess: Anhaltend hohe Energiepreise könnten die Inflation weiter antreiben, während eine rasche Entspannung der geopolitischen Lage derzeit unsicher bleibt.

Aktienmärkte

Die globalen Aktienmärkte zeigten sich im Quartalsverlauf zunehmend volatil, mit einer deutlichen Zuspitzung im März. Während der Energiesektor von den gestiegenen Preisen profitieren konnte, präsentierte sich das Bild in anderen Sektoren uneinheitlich. Besonders Unternehmen mit hohen Energiebedarfen sind unter Druck geraten. Dies gilt auch für den Technologiesektor, wo die wachsenden Investitionen in energieintensive Rechenzentren für künstliche Intelligenz die Kostenbasis erhöhen und – abhängig von der Finanzierungsstruktur – die Margen belasten können. Der US-Aktienmarkt (MSCI USA) verlor im 1. Quartal 4.6%. Die europäischen Aktienmärkte (MSCI Europa ex. CH) haben 0.7% und der Schweizer Aktienmarkt (SPI) 2.1% an Wert verloren.

Zinsen

Die Kapitalmärkte standen im Zeichen steigender Renditen. Ausländische Zentralbanken reduzierten ihre Bestände an US-Treasuries deutlich, was zusammen mit anhaltenden Inflationssorgen zu weiter steigenden Renditen führte. Dies erhöhte die Finanzierungskosten für Staaten, Unternehmen und Haushalte spürbar. Auch in Europa zeigte sich ein ähnliches Bild: Staatsanleihen verzeichneten einen der schwächsten Quartalsverläufe der letzten Jahre. Die Renditen zehnjähriger Anleihen, insbesondere in Italien, Frankreich und Spanien, stiegen auf Mehrjahreshöchststände – verstärkt durch wachsende fiskalische Risiken infolge staatlicher Stützungsmassnahmen. Die Renditen der 10-jährigen US Treasuries stiegen im 1. Quartal leicht von 4.17% auf 4.32%. Auch in Europa und in der Schweiz stiegen die langfristigen Renditen an. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe der Eidgenossenschaft stieg von 0.23% im Quartalsverlauf auf 0.37% an und schloss das Quartal bei 0.31%

Währungen

Nach einer Schwächephase im Januar wurde der US-Dollar als sicherer Hafen im Zuge der geopolitischen Unsicherheiten wieder stärker und wertete über das Quartal hinweg leicht auf. Gegenüber dem Schweizer Franken verzeichnete der USD einen Anstieg von 0.9% und schloss das Quartal bei knapp 0.80.