Rückblick Anlagen 4. Quartal 2020

Entwicklung Vermögensanlagen

Das vierte Quartal 2020 war wiederum geprägt durch Bangen und Hoffen rund um die Corona-Epidemie. Die steigenden Covid-19 Fallzahlen führten im Oktober zu grossen Verunsicherungen an den Märkten. Im November sorgten positive Impfstoff-News für eine Beruhigung. Die Wirtschaftsdaten haben sich im vierten Quartal wegen der weiter gestiegenen Corona-Fallzahlen insgesamt weiter eingetrübt. 

Der Ausgang der US-Präsidentschaftswahl wirkte sich positiv auf die Finanzmärkte aus. Die von vielen erwartete „blaue Welle“ ist zwar ausgeblieben und der Handlungsspielraum für den neuen Präsidenten ist teilweise eingeschränkt. Trotzdem überwog eine gewisse Erleichterung über die Klärung der Situation. Unterstützend für die Märkte war auch die Einigung im US-Kongress auf ein weiteres Fiskalprogramm über fast $ 900 Mrd. welches die negativen Folgen des Lockdowns lindern sollen. Die über das vierte Quartal insgesamt positive Aktienmarktentwicklung legte die Basis für eine positive Gesamtperformance unserer Strategien; das dritte positive Quartal in Folge.

Aktienmärkte

Der Oktober war an den Aktienmärkten geprägt von hoher Volatilität. Die US-Märkte erreichten bis Mitte Monat nahezu die Allzeithöchststände bevor die steigenden Covid-19 Fallzahlen und die damit verbundenen teils scharfen Lock-Down Massnahmen in Europa zu einem „sell off“ führten. Einzig die asiatischen Märkte konnten dem Ausverkauf Stand halten. Im November sorgten Impfstoff-News für eine grosse Rotation aus den vorherigen Corona-Gewinnern in die Corona-Verlierer. Europäische Indizes sowie Small Cap Aktien verzeichneten auf Monatsbasis eine Rekordrally. Die Ängste um Covid-19 Mutationen haben in der zweiten Dezemberhälfte erneut für Volatilität gesorgt. 

Die Ängste um Covid-19 Mutationen haben für Volatilität gesorgt.

Die weltweiten Aktienmärkte beenden den Dezember trotzdem insgesamt höher. Die Gewinnerliste wird von den technologielastigen US-Indices angeführt, während Europa und Asien weniger Dynamik zeigten. Der S&P 500 konnte im vierten Quartal um 12.1% zulegen (in USD). Für den europäischen Aktienmarkt resultierte ein Plus von 12.2% (MSCI Europa ex. CH in EUR) und der Schweizer Markt (SPI) schloss 4.8% höher. 

Zinsen

Die Geldpolitik der grossen Zentralbanken war im vierten Quartal unverändert expansiv. Im Quartalsvergleich haben sich auch die Zinsen in Europa und in der Schweiz praktisch nicht verändert. In den USA hingegen war ein leichter Anstieg des 10jährigen US-Treasury zu beobachten. 

Währungen

Der US-Dollar ist im Quartalsverlauf weiter schwächer geworden. Gegenüber dem CHF waren es fast 4%. So stand USD|CHF per Ende Dezember noch bei 0.8848 (Vorquartal 0.9290). Gegen Ende Dezember bewegte sich das Währungspaar sogar kurzzeitig gegen die Marke von 0.88. Der EUR hingegen wurde zum CHF etwas stärker. Zum Quartalsende notierte EUR|CHF bei 1.0812 (Vorquartal 1. 0794). Die Schwankungen allerdings waren doch beträchtlich. Das Währungspaar bewegte sich zwischen 1.0680 und 1.0860.

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