Rückblick Anlagen 2. Quartal 2021

Entwicklung Vermögensanlagen

Auch im zweiten Quartal waren wiederum ausschliesslich positive Monatsperformances auf Stufe Gesamtvermögen zu verzeichnen. Bemerkenswert war zudem, wie ruhig es an den Aktienmärkten in einem Umfeld steigender Kurse insbesondere in den Monaten Mai und Juni zu und her ging. Die globale Konjunktur hat sich positiv entwickelt. 

In den USA deuten die Vorlaufindikatoren und auch die Zinskurve darauf hin, dass der konjunkturelle Zenit erreicht sein dürfte. In Europa dagegen besteht eine zeitliche Verzögerung im Vergleich zu den USA. Hier zeigen die meisten Vorlaufindikatoren unverändert nach oben. Von den Notenbanken sind noch keine nennenswerten Veränderungen in Bezug auf die ultra-expansive Geldpolitik zu erkennen. Für eine kurze hektische Marktphase sorgte Mitte Juni die US-Notenbank mit einem Ausblick ihrer Geldpolitik, welcher einen möglichen Zinsanstieg - früher als allgemein gedacht – erwarten liess. Die Situation hatte sich aber schnell wieder beruhigt. Die US-Notenbank scheint diesmal sehr behutsam vorzugehen wenn es darum geht, zu einer restriktiveren Geldpolitik überzugehen. Insbesondere auch nachdem sich die Wirtschaft erst langsam aus der durch die Pandemie verursachten Rezession erholt. Trotz allgemein höherer Inflationserwartung deutet noch nichts auf ein «Tapering» das heisst einer Drosselung der Anleihenkäufe hin. Es wird nach wie vor darauf verwiesen, dass von einem temporären Überschiessen der Inflation ausgegangen wird was auf Basiseffekte zurückzuführen sei. Auch die weltweite Ausbreitung der in Indien erstmals aufgetretenen Delta-Variante des Coronavirus konnte die Stimmung an den Märkten nicht kippen. 

Aktienmärkte

Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich im zweiten Quartal positiv. Herausragend war die Entwicklung der Schweizer Aktien. Mit den gesuchten defensiven Aktiensegmenten vermochte der Schweizer Aktienmarkt gar neue Höchststände zu erreichen. 

Der SPI hat im zweiten Quartal 9.5% zugelegt.

Der SPI hat im zweiten Quartal 9.5% zugelegt. Die am langen Ende gefallenen Zinsen sorgten einmal mehr für eine Rotation zu Gunsten der US-Technologiewerte. Die Aktien USA (S&P500) lieferten mit +8.6% ebenfalls eine enorm starke Quartalsperformance. Eher schleppend war die Entwicklung der asiatischen Märkte (MSCI Pacific +1%). Die vierte Infektionswelle – Japan musste im Mai neue Restriktionen beschliessen um die Pandemie zu bekämpfen – sowie die zusätzlich restriktivere Geldpolitik der Chinesen haben für Zurückhaltung gesorgt. 

Zinsen

Die Zinsen stiegen am kurzen Ende der Kurve nach dem FED-Meeting im Juni deutlich an. Am längeren Ende sorgte die Kommunikation der Notenbank für fallende Renditen und fallende Inflationserwartungen. Die Differenz zwischen 2- und 10-jährigen US-Staatsanleihen reduzierte sich über 20 Basispunkte auf 1.2%. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe ging von 1.74% auf 1.47% zurück. In Europa war ein minimer Zinsanstieg zu beobachten. Die Rendite der 10-jährigen Eidgenossen stieg von -0.33% auf -0.27%.

Währungen

Der USD hat sich zum CHF im Quartalsverlauf abgeschwächt und zwar von 0.9436 auf 0.8945 (Mitte Juni). Ende Juni notierte das Währungspaar bei 0.9250. Ebenfalls leicht rückläufig war der EUR zum CHF. Nach 1.1069 zu Quartalsbeginn stand EUR|CHF bei 1.0968 zum Quartalsende.

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