Das dritte Quartal 2026 war geprägt von geopolitischen und handelspolitischen Spannungen sowie einer zunehmend restriktiven Geldpolitik in den USA. Die Entwicklungen rund um den Konflikt zwischen den USA und dem Iran und die weiterhin eingeschränkte Nutzung der Strasse von Hormus führten zu erhöhten Schwankungen an den Energie- und Rohstoffmärk-ten. Im August verschärfte sich zudem der Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada, während sich im September in einzelnen Handelsfragen zwischen den USA und China erste Anzeichen einer Entspannung zeigten. Trotz dieser Unsicherheiten blieben die Aktienmärkte insgesamt robust. Die US-Notenbank beliess den Leitzins im Juli zunächst unverändert, erhöhte ihn im September jedoch erstmals seit mehreren Jahren wieder. Sie begründete den Schritt mit der weiterhin über dem Zielwert liegenden Inflation und der robusten Wirtschaftsentwicklung. Die Schweizerische Nationalbank beliess ihren Leitzins unverändert bei 0%.
Aktienmärkte
Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich im dritten Quartal trotz geopolitischer Risiken und steigender Zinsen insgesamt widerstandsfähig. Unterstützt wurden sie von robusten Unternehmensgewinnen und dem anhaltenden Investitionsboom im Bereich der künstlichen Intelligenz. Die Berichtssaison zum zweiten Quartal verlief aussergewöhnlich stark; zugleich stiegen die Anforderungen an das weitere Gewinnwachstum und die Kapitalrendite der hohen KI-Investitionen. Nach einer ausgeprägten Faktorrotation im Juli verzeichneten im August nahezu alle bedeutenden Aktienindizes Kursgewinne. Im September setzten deutlich höhere Anleiherenditen die Märkte unter Druck. Rekordhohe ausländische Nettozuflüsse in US-Aktien unterstrichen die weiterhin starke Nachfrage nach dem US-Markt, insbesondere nach Technologie- und KI-Titeln. Der US-Aktienmarkt (MSCI USA) gewann im 3. Quartal 2.2%. Der europäische Aktienmarkt (MSCI Europa ex Sc) entwickelte sich mit -0.3% seitwärts zu. Der Schweizer Aktienmarkt (SPI) dagegen schloss das Quartal mit einem Minus von 2.0%.
Zinsen
Die Kapitalmärkte standen im Zeichen steigender langfristiger Renditen und wachsender Bedenken hinsichtlich Inflation und Staatsfinanzen. Im Juli liess die US-Notenbank den Leitzins bei 3.75%, während die Zinskurve deutlich steiler wurde und die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen die Höchststände aus dem Jahr 2007 überschritt. Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen durch das US-Finanzministerium vermochten den Renditeanstieg im August nicht nachhaltig zu bremsen. Im September führte die Leitzinserhöhung der US-Notenbank zusammen mit der Aussicht auf weitere Straffungsschritte zu einem erneuten Anstieg der langfristigen Renditen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte zeitweise den höchsten Stand seit der Finanzkrise von 2007. Zugleich ging die ausländische Nachfrage nach US-Schuldtiteln zurück. Die Schweizerische Nationalbank bestätigte bei einem unveränderten Leitzins von 0% ihre Bereitschaft, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren.
Währungen
An den Devisenmärkten zeigte sich der US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken im Quartalsverlauf stärker. Nach einem weitgehend unveränderten Juli legte der USD im September gegenüber dem CHF deutlich zu. Der USD/CHF-Kurs stieg im September von 0.8116 auf 0.8358. Auch der Euro wertete gegenüber dem Schweizer Franken auf und beendete das Quartal bei 0.9469, nachdem er Ende Juli bei 0.9304 gelegen hatte. Die Abschwächung des Schweizer Frankens im September wirkte sich positiv auf unsere Aktien- und Private-Equity-Portfolios aus.