Glossar

  • Kein Resultat
  • AHV
    Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist die obligatorische Rentenversicherung der Schweiz. Sie bildet zusammen mit der Invalidenversicherung und den Ergänzungsleistungen (Schweiz) die 1. Säule des schweizerischen Dreisäulensystems und dient der Sicherung des Existenzbedarfs. Die AHV ist im Umlageverfahren finanziert - die heute eingenommen Beiträge werden direkt zur Finanzierung der Rentenleistungen verwendet.
  • Aktie
    Die Aktie ist eine Wertschrift, die dem Halter einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft gibt. Daraus ergeben sich für den Halter unter anderem Stimm- und Wahlrechte an der Generalversammlung, Auskunfts- und Kontrollrechte, sowie das anteilsmässige Recht an Dividendenausschüttungen. 
  • Aktiven aus Versicherungsverträgen
    Wert eines Versicherungsvertrags, den eine Vorsorgeeinrichtung zwecks Deckung bestimmter Vorsorgeverpflichtungen mit einer Versicherungsgesellschaft abgeschlossen hat.
  • Aktuar
    Person, welche auf der Grundlage von Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten für Versicherer oder Vorsorgeeinrichtungen die Berechnungen für Leistungspläne und deren Finanzierung vornimmt.
  • Alternative Anlagen
    Alternative Anlagen unterscheiden sich in erster Linie von traditionellen Anlagen durch die Liquidität und Handelbarkeit der Anlagen (Private Markets Anlagen; Rohstoffe; Immobilien; Infrastruktur) oder, indem sie spezielle Anlagetechniken in unterschiedlichen Anlagekategorien anwenden (Hedge Funds). 
  • Altersguthaben Aktive
    Das Altersguthaben Aktive ist die Summe sämtlicher Sparkapitalien von aktiven Versicherten und ergibt sich aus dem Total der jährlichen Altersgutschriften sowie der Einlagen und Einkaufszahlungen inkl. Verzinsung. 
  • Altersgutschrift
    Die Altersgutschriften entsprechen dem jährlichen Betrag, der den Versicherten auf deren Altersguthaben gutgeschrieben wird. Sie umfassen die Sparbeiträge von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zuzüglich die auf dem Altersguthaben gewährte Verzinsung.   
  • Altersrente
    Jährliche Altersrente in CHF bei Pensionierung zum ordentlichen Pensionierungsalter. Die Altersrente ist als Einkommen zu versteuern.
  • Anlagefonds
    Ein Fonds ist ein Konstrukt zur gemeinsamen bzw. kollektiven Geldanlage. Die Anleger erwerben und veräussern Anteile am Fonds. Durch das in der Regel relativ hohe Anlagevermögen kann eine breite Risikoverteilung ermöglicht werden. Regulierung und Aufsicht der Fonds sind nationalstaatlich geregelt. In der Schweiz sind die regulatorischen Rahmenbedingungen im Kollektivanlagegesetz (KAG) und nachrangigen Verordnungen festgelegt. Die Aufsichtsfunktion wird durch die FINMA ausgeübt.
  • Anlagekategorie
    Anlagen, die über ähnliche Eigenschaften verfügen und sich darum gruppieren lassen. Die im BVV 2 definierten, gesetzlichen Anlagevorschriften definieren Grenzwerte für verschiedene Anlagekategorien. Der Begriff Anlageklasse wird synonym verwendet. 
  • Anlageklasse
    Anlagen, die über ähnliche Eigenschaften verfügen und sich darum gruppieren lassen. Die im BVV 2 definierten, gesetzlichen Anlagevorschriften definieren Grenzwerte für verschiedene Anlageklassen. Der Begriff Anlagekategorie wird synonym verwendet. 
  • Anlagen beim Arbeitgeber
    Anlagen beim Arbeitgeber sind möglich, jedoch nach Art. 57 Abs. 1 und 2 BVV 2 nur eingeschränkt möglich. 
  • Anlagereglement
    Ein Anlagereglement (Englisch: Investment Policy Statement) legt die Grundsätze der Vermögensanlage eines institutionellen Anlegers (Vorsorgeeinrichtung, Versicherer, Nonprofit-Organisation, gemeinnützige Stiftung, Hilfswerk) fest. In der Regel wird es vom obersten Organ der Organisation erlassen und deckt die wesentlichen anlagestrategischen und anlageorganisatorischen Aspekte ab.
  • Anlagerendite
    Mit den Vermögensanlagen über eine bestimmte Periode erwirtschaftete Rendite. Der Begriff Vermögensrendite wird synonym verwendet.
  • Anlagestiftung
    Eine Anlagestiftung ist ein Konstrukt zur gemeinsamen bzw. kollektiven Geldanlage, das nur Schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen offen steht. Regulierung und Aufsicht der Anlagestiftungen sind in einer speziellen Verordnung (ASV) geregelt.
  • Anschlussvertrag
    Beim Anschlussvertrag handelt es sich um eine Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und einer Vorsorgeeinrichtung zur Versicherung der Mitarbeiter im Rahmen der beruflichen Vorsorge. Der Vertrag berücksichtigt die Rechte und Pflichten der Parteien.
  • Anzahl aktive Versicherte
    Anzahl der berufstätigen Versicherten
  • Anzahl Rentner
    Anzahl der Rentenempfänger (Altersrentner, IV, Witwenrentner und Kinderrentner)
  • Arbeitgeberbeitrag
    Jährlicher Beitrag des Arbeitgebers in CHF. Die Arbeitsgebersätze werden in % des versicherten Lohns angegeben und sind im Vorsorgereglement definiert.
  • Arbeitgeberbeitragsreserve
    Arbeitgeberbeitragsreserven sind freiwillige Vorauszahlungen des Arbeitgebers an Vorsorgeeinrichtungen. Sie müssen in der Bilanz der Vorsorgeeinrichtung als separate Passivposition ausgewiesen sein. 
  • Arbeitnehmerbeitrag
    Jährlicher Beitrag des Arbeitnehmers in CHF. Die Arbeitnehmersätze werden in % des versicherten Lohns angegeben und sind im Vorsorgereglement definiert.
  • Asset- Liability- Management
    Integrierte Analyse und Bewirtschaftung von Vermögensanlagen und Vorsorgeverpflichtungen, so dass die langfristige Finanzierung der angestrebten Leistungen der Vorsorgeeinrichtung gewährleistet ist.
  • Auffangeinrichtung
    Vorsorgeeinrichtung der Sozialpartner, welche die gesetzliche Aufgabe hat, den Anschluss der Arbeitgeber an die berufliche Vorsorge sicher zu stellen. Nötigenfalls kann die Auffangeinrichtung den Anschluss hoheitlich verfügen. Die Auffangeinrichtung führt weiter eine freiwillige Versicherung für Selbständigerwerbende und Arbeitnehmende durch, welche das für die Unterstellung unter das BVG notwendige Einkommen bei mehreren Arbeitgebern erzielen, und verwaltet Freizügigkeitskonten.
  • Aufsichtsbehörden
    Regions- und Kantonsbehörden, welche darüber wachen, dass die Vorsorgeeinrichtungen die gesetzlichen Vorschriften einhalten.
  • Autonome Vorsorgeeinrichtung
    Alle Risiken wie Alter, Tod, Invalidität und das Anlagerisiko werden von der Vorsorgeeinrichtung selber getragen. Eine Vorsorgeeinrichtung gilt auch dann noch als autonom, wenn sie eine Stop Loss oder Excess of Loss Versicherung eingerichtet hat.
  • Bandbreiten
    Im Rahmen einer Anlagestrategie werden Unter- und Obergrenzen von Anlageklassen definiert. Diese Grenzen werden als Bandbreiten bezeichnet.
  • Begünstigungsregelung
    Je nach Vorsorgeeinrichtung können Versicherte einzelne Personen innerhalb der reglementarisch vorgegebenen Kaskadenstufen begünstigen oder die Aufteilung des Todesfallkapitals unter mehreren begünstigten Personen gemäss Reglement vormerken lassen.
  • Beitragsprimat
    Die Höhe der Altersleistung wird auf der Basis der geleisteten Beiträge bestimmt. Dabei wird das zum Pensionierungszeitpunkt angesparte Altersguthaben mit dem zum Pensionierungszeitpunkt geltenden Umwandlungssatz in eine Altersrente umgewandelt.
  • Benchmark
    Die Benchmark bezeichnet eine repräsentative Vergleichsgrösse zur Messung, Gegenüberstellung und Beurteilung der mit der Anlagetätigkeit erwirtschafteten Rendite.
  • Besitzstand
    Besitzstandsfragen entstehen im BVG bei Anpassungen des Vorsorgeplans, welche bestimmte Destinatärsgruppen schlechter stellen. In einer solchen Situation kann mittels Besitzstandregelungen sichergestellt werden, dass infolge der Plananpassung keine unangemessenen Leistungskürzungen resultieren.  
  • BSV
    Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) sorgt in seinem Zuständigkeitsbereich - AHV, Invalidenversicherung, Ergänzungsleistungen, berufliche Vorsorge (Pensionskassen), Erwerbsersatzordnung sowie Familienzulagen - dafür, dass das Sozialversicherungsnetz gepflegt und den immer neuen Herausforderungen angepasst wird. Das BSV unterstützt in erster Linie den Gesetzgebungsprozess.
  • BVG
    Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Seit 1985 ist es ein Rahmengesetz mit Mindestnormen, 1995 ergänzt mit dem Freizügigkeits- und dem Wohneigentumsförderungsgesetz. Das BVG regelt die berufliche Vorsorge als zweite Säule des Schweizerischen Vorsorgesystems.
  • BVV2
    Die vom Bundesrat erlassene Verordnung zum BVG. Sie regelt die wichtigsten Details, unter anderem die Mindestverzinsung, den Umwandlungssatz, die Sondermassnahmen und die Anlagevorschriften.
  • Deckungsgrad
    Der Deckungsgrad widerspiegelt die aktuelle finanzielle Situation der Pensionskasse und ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen vorhandenem Nettovermögen und notwendigem Vorsorgekapital. 
  • Deckungskapital Rentner
    Das Deckungskapital Rentner entspricht dem Barwert der zukünftigen erwarteten Rentenzahlungen.
  • Direktanlage
    Direkte Anlage in eine Wertschrift, wie beispielsweise Aktien oder Obligationen. 
  • Diversifikation
    Der Begriff Diversifikation bezieht sich auf Risikoverteilung eines Anlageportefeuilles. Es lässt sich zeigen, dass durch die Verteilung eines Investitionsbetrages auf mehrere Anlagen Klumpenrisiken vermieden und damit bessere Rendite-Risiko-Eigenschaften erreicht werden können, als bei einer konzentrierten Anlage in eine oder wenige Wertschriften. 
  • Ehegattenrente
    Beim Tod eines Aktiven oder Altersrentners haben hinterbliebene Ehegatten bzw. Lebenspartner Anspruch auf eine Ehegattenrente. Bedingungen und Höhe der Ehegattenrente finden sich im Vorsorgereglement. Der Begriff Witwenrente wird synonym verwendet.
  • Hedge Funds
    Anlagevehikel, die bezüglich der Anlageinstrumente und der Anlagepolitik kaum Beschränkungen unterliegen. Charakterisierend für Hedge Funds ist der Einsatz von Absicherungsinstrumenten (Leerverkäufe auf Termin oder Optionen) und das Verfolgen von aktiven Anlagestrategien. 
  • Immobilienfonds
    Anlagefonds, der in bebaute und unbebaute Grundstücke sowie in Beteiligungen an und Forderungen gegen Immobiliengesellschaften investiert.
  • Mischprimat
    Das Mischprimat bezeichnet einen Vorsorgeplan, bei dem die Altersleistungen im Beitragsprimat aufgebaut, die Risikoleistungen allerdings in Prozenten des versicherten Lohnes (d.h. im Leistungsprimat) festgelegt sind. Der Begriff Duoprimat wird synonym verwendet.
  • Nullverzinsung
    Im Rahmen der Sanierung einer Pensionskasse kann der Stiftungsrat beschliessen, das Altersguthaben nicht zu verzinsen. Diese Massnahme ist jedoch nur unter gewissen Umständen zulässig.
  • Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge OAK BV
    Die Oberaufsichtskommission der Beruflichen Vorsorge hat die Oberaufsicht über die neun kantonalen respektive regional organisierten Aufsichtsorgane.
  • Obligation
    Obligationen sind verbriefte Forderungsrechte. Der Inhaber einer Obligation hat Anspruch auf Rückzahlung des Nominalwertes, sowie Zinsen. Der Emittent beschafft sich mit der Ausgabe von Obligationen langfristiges Fremdkapital.
  • Paritätische Verwaltung
    Die paritätische Verwaltung setzt sich zu gleichen Anteilen aus Vertretern der Arbeitnehmer bzw. Arbeitgeber zusammen. Damit soll ein Gleichgewicht zwischen allenfalls divergierenden Interessen geschaffen werden.
  • Partnerrente
    Beim Tod eines Rentenbezügers hat der hinterlassene Partner Anspruch auf eine Partnerrente. Bedingungen und Höhe der Partnerrente finden sich im Vorsorgereglement. Die Begriffe Ehegattenrente und Witwen(r)rente werden synonym verwendet. 
  • Passive Vermögensverwaltung
    Die passive Vermögensverwaltung hat das Ziel, einen definierten Vergleichsindex möglichst genau zu replizieren. Zu diesem Zweck werden die Rendite- und Risikoeigenschaften des Vergleichsindexes entweder exakt abgebildet oder mittels Stichprobenverfahren nachgebildet.
  • Private Equity
    Investitionen in nicht börsenkotierte Unternehmen. Dabei werden Investitionen in Private-Equity vor allem nach Finanzierungsstufen unterschieden. Venture Capital ist eine Private-Equity Investition, die sich auf Unternehmen beschränkt, die sich im Aufbau oder in Expansion befinden.
  • Projektionszins
    Vom Experten für berufliche Vorsorge verwendeter Projektionszins zur Fortschreibung des Altersguthabens bis zum ordentlichen Pensionierungszeitpunkt.
  • Prudentielle Aufsicht
    Aufsicht, welche einen vorsichtigen Umgang mit Vorsorgegeldern bezweckt (vorsichtige Systemparameter, Sicherheitsmargen bei den Anlagen, Qualitätssicherung von Personen, welche mit der Führung und Kontrolle von Vorsorgeeinrichtungen betraut sind) und damit jederzeit die Solvenz des Gesamtsystems sicherstellen soll.
  • Rating
    Einstufung von Schuldnern (z.B. Unternehmen, Banken, Staaten) bzw. der von ihnen herausgegebenen Obligationen entsprechend ihrer Kreditwürdigkeit. Die Ratings werden durch spezialisierte Ratingagenturen (z.B. Moody's, Standard & Poor's, Fitch) vergeben.
  • Rechtsform
    Vorsorgeeinrichtungen können die Rechtsform einer Stiftung oder einer Genossenschaft annehmen.
  • Registrierung (BVG)
    Registrierte Vorsorgeeinrichtungen verfügen über einen Eintrag im Register für die berufliche Vorsorge.
  • Retrozessionen
    Als Retrozessionen oder Kick-backs werden Rückvergütungen, Provisionen, Rabatte, Kommissionen, andere geldwerte oder nicht geldwerte Leistungen (z.B. Sachzuwendungen, Dienstleistungen wie „soft commissions“) bezeichnet, die eine Bank, ein Finanzberater oder ein Finanzintermediär von einem Dritten im Zusammenhang mit der Ausführung von Kundenaufträgen erhält. Das Bundesgericht hat entschieden, dass solche Leistungen Dritter dem Kunden zustehen, ausser der Kunde hat schriftlich und im Wissen um Bestand und Höhe auf ihre Weiterlieferung der Beträge an den Kunden verzichtet. 
  • Risiko- und Verwaltungskostenbeitrag
    Die Pensionskasse kann zur Finanzierung von Risiken Tod und Invalidität sowie den Verwaltungskosten vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer Beiträge erheben. Diese Beiträge werden in % des versicherten Lohns festgelegt und finden sich im Vorsorgereglement.
  • Risikofähigkeit
    Die Risikofähigkeit gibt Auskunft über den Umfang, in dem eine Pensionskasse Anlagerisiken bzw. Werteinbussen von Anlagen verkraften kann. 
  • Rückdeckung
    Die Rückdeckung ist die Versicherung der Vorsorgeeinrichtung. Nach Umfang der Rückdeckung wird unterschieden zwischen kongruenter Rückdeckung (gesamte Übernahme der biometrischen Risiken Tod und Invalidität) und der Absicherung von Spitzenrisiken (Stop Loss; Excess-of-Loss).
  • Rücktrittsalter
    Ein Altersrücktritt ist – in Absprache mit dem Arbeitgeber – ab dem im Vorsorgereglement vorgesehenen Altersjahr jeweils auf Ende des Monats möglich. Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses löst einen Rentenanspruch am darauffolgenden Monatsersten aus, d.h. der Bezug der Altersrente kann nicht aufgeschoben werden.
  • Sachwerte
    Anlagen in Beteiligungen oder Mitbesitz, wie z.B. Aktien, Immobilien, Commodities (Rohstoffe, Waren, Edelmetalle) bzw. entsprechende kollektive Anlagen.
  • Sammeleinrichtung
    Vorsorgeeinrichtung, die meistens von einer Versicherung, Bank oder Treuhandfirma errichtet wird. Ihr können sich beliebige und voneinander unabhängige Arbeitgeber anschliessen.
  • Sanierung
    Ist eine Pensionskasse in Unterdeckung, so muss der Stiftungsrat der Pensionskasse gemäss Gesetz angemessene Sanierungsmassnahmen beschliessen. Mit diesen sollte die Unterdeckung beseitigt werden können. 
  • Schattenrechnung
    Das BVG gibt gesetzliche Mindestleistungen der beruflichen Vorsorge vor, welche von Pensionskassen im Rahmen einer Schattenrechnung für die Aktiv-Versicherten berechnet werden.
  • Securities Lending
    Der Eigentümer eines Wertpapiers (Aktie oder Obligation) kann dieses an eine andere Partei verleihen. Der Lender erhält vom Borger dafür eine Gebühr. Das Lendinggeschäft wird über den Custodian abgewickelt.
  • Sicherheitsfonds
    Bei Zahlungsunfähigkeit einer Pensionskasse wird diese in den Sicherheitsfonds eingegliedert. Dieser bildet damit die Rückversicherung oder den "Lender of Last Resort" der beruflichen Vorsorge. Der Sicherheitsfonds wird finanziert durch geringfügige Beiträge, die bei allen Vorsorgeeinrichtungen erhoben werden.
  • Sparbeitrag Sparkonto
    Sparbeiträge (Arbeitgeber & Arbeitnehmer) werden auf dem Sparbeitrag Sparkonto gutgeschrieben.
  • Sparbeitragsbefreiung
    Wird ein Aktivversicherter invalid, werden die bis zum ordentlichen Rücktrittsalter anfallenden Sparbeiträge in der Regel durch die Pensionskasse oder Rückversicherung übernommen.
  • Strategische Asset Allokation
    Die Strategische Asset Allokation (SAA) legt die langfristige Ausrichtung der Vermögensanlagen fest. Die SAA wird durch die Festlegung folgender Punkte festgelegt: Anlageklassen, Ziel-Gewicht, Bandbreiten und Benchmark. Der Begriff Anlagestrategie wird synonym verwendet. 
  • Taktische Asset Allokation
    Im Rahmen der taktischen Asset Allokation werden aufgrund von aktuellen Marktopportunitäten, kurzfristige Abweichungen von der Anlagestrategie umgesetzt. 
  • Technische Rückstellungen
    Rückstellungen, welche infolge der Unsicherheiten der Prognosen vorzunehmen sind (Langlebigkeit, vorzeitige Pensionierungen, Anpassung des Umwandlungssatzes, Anpassungen der Renten an die Teuerung usw.). Die technischen Rückstellungen werden durch den Pensionskassen-Experten berechnet.
  • Technischer Zinssatz
    Zinssatz zur Bewertung/Diskontierung des Rentendeckungskapitals und Zinsannahme zur Festsetzung der Freizügigkeitsleistungen bei Leistungsprimatkassen (durch Abdiskontierung der Barwerte der erworbenen Ansprüche). 
  • Teilautonome Vorsorgeeinrichtung
    Risiken wie Tod oder Invalidität werden rückgedeckt, die Risiken der Langlebigkeit und der Anlagen werden selber getragen. Die Rückdeckung wird durch spezialisierte Versicherungsunternehmen gewährleistet. Der Begriff halbautonome Vorsorgeeinrichtung wird synonym verwendet. 
  • Teilliquidation
    Wenn gleichzeitig viele Arbeitnehmende die Pensionskasse verlassen, muss eine Teilliquidation durchgeführt werden. Das Vermögen der Pensionskasse wird aufgeteilt, und die Austretenden können ihren Anteil mitnehmen. Je nach Situation der Pensionskasse profitieren die Austretenden von der Überdeckung oder müssen die Unterdeckung anteilsmässig mittragen. Das BVG-Altersguthaben darf nicht gekürzt werden. Die Bedingungen einer Teilliquidation sind im Teilliquidationsreglement festgelegt.
  • Vermögensverwalter
    Mit der Verwaltung von Wertschriften beauftragte Institution oder Person.
  • Volatilität
    Statistisches Risikomass für Schwankungsrisiken von Wertschriften. Die Volatilität gibt an, wie stark die absoluten Renditen um den Mittelwert schwanken. 
  • Wandelanleihe
    Wandelanleihen sind hybride Finanzinstrumente und geben dem Halter das Recht, innerhalb einer bestimmten Frist, unter bestimmten Bedingungen und in einem festen Umtauschverhältnis die Wandelanleihe in Aktien des Unternehmens zu tauschen.
  • Äquivalenzprinzip
    Entsprechend dem Äquivalenzprinzip sollen bei Vorsorgeeinrichtungen die zur Deckung der Leistungen erforderlichen Risiko- und Sparbeiträge dem Erwartungswert der Leistungen entsprechen.